Allenburg – Ersterwähnung 1256

Vor 770 Jahren: von Allenburg, heute Drushba, liest man erstmals 1256 und genau dieses Jahr markiert den Moment , indem eine bestehende prußische Wehranlage auf dem Zickelsberg innerhalb des Deutschen Orden übernommen und ausgebaut wurde. Diese Anlage lag auf dem Gebiet des späteren Ritterguts Trimmau. Die Ersterwähnung ist eng mit der frühen Ordensherrschaft im Samland und der Sicherung des Alle-Gebiets verbunden.
Nur ein Jahr nach dem Bau der Burg Königsberg geschah die Übernahme, was ein Hinweis darauf war, wie strategisch wichtig das Alle-Tal für den Deutschen Orden war. Die Region war im 13. Jahrhundert Teil der Eroberungszüge des Ordens gegen die Prußen.
Die Wehranlage bei Allenburg diente dem Orden als Stützpunkt zur Sicherung des Alle-Gebiets und das Gebiet von Wohnsdorf, zu dem große Teile des späteren Kirchspiels gehörten, zu dieser Zeit noch nicht erobert war.
Aus der frühen Befestigung entwickelte sich ein Ordensstützpunkt, später dann ein Kirchdorf und schließlich eine kleine Stadt im Kreis Wehlau. Im Jahr 1593 feierte die Kirche von Allenburg ihr 500-jähriges Jubiläum, was ein Hinweis darauf ist, dass die kirchliche Organisation schon im späten 13. Jahrhundert bestand.
Am 19. Oktober 1400 erhielt Allenburg die Stadtrechte nach Kulmer Recht und schloß sich dem Preußischen Bund an. Sie wurde Deutschen Orden angegriffen, erobert und teilweise zerstört.(Quelle: OPnet)
Bildergalerie von Allenburg
Allenburger Ordenskirche
Die Allenburger Ordenskirche wurde 1405 geweiht und war gleichzeitig Fliehburg, ihre Nordwand wurde in die Stadtmauer integriert. Die Kirche überstand den 2.Weltkrieg unversehrt, wurde aber in den Nachkriegsjahren als Werkstatt und Getreidelager genutzt. 1999 verfiel der Kirchturm, und das führte dazu, dass im gleichen Jahr ein Verein zum Erhalt der Kirche gegründet wurde.
2005 bekam der Turm ein neues Dach, im Inneren entstanden ein Andachtsraum, ein Museum, eine Aussichtsplattform mit Blick in alle Himmelsrichtungen. Ungeachtet der unermüdlichen Tätigkeit des Vereins und Privatpersonen wurde das Kirchengebäude kaum benutzt, das Gelände daneben war mit Gras überwuchert.
2022 reinigten erstmals die Kaliningrader „Ruinenwächter“ das Kircheninnere und ihre Umgebung gründlich. Im gleichen Jahr hat ein russische Unternehmer die Kirche für mehrere Jahre für Kulturzwecke gepachtet, Russen erkennen allmählich den Wert des deutschen Erbes. Im Kirchenturm gibt es nun wieder ein Museum und ein kleines Café. In der Kirche finden gelegentlich Konzerte mit klassischer Musik statt, aber auch andere Event wie Trauungen, Konzerte, Theater, Lesungen, Schauspiele, Operetten und Chöre treten auf.












