Heimatimpressionen Frühling 2026

Ich bin ja im Westen großgeworden – in der Kindheit in Bayern, wo es im Jahresschnittmehr Sonnenstunden als sonstwo in Deutschland gibt, aber auch kalte Winter. Und in NRW, wo die Winter schon in den späten 70ern eher „mau“ waren im Vergleich zu Süddeutschland. Und ich habe meine Großmutter früher nie wirklich verstanden, wenn sie im August schon von Sommerende und Herbst sprach. Noch 1982 habe ich von ihr einen umgearbeiteten Lammfellmantel geschenkt bekommen mit richtigem warmem Fellfutter. Da konnte kein Wintersturm gegen an.

Seit ich seit 1992 in Sachsen lebe, also deutlich weiter östlich, bin ich mir der Worte meiner Großmutter erst richtig bewußt geworden: Ende August fangen die ersten Bäume mit gelben Blättern an und die Winter sind ordentlich kalt. Januar/Februar mit richtig tiefem Frost. Die Flüsse frieren auch heute noch richtig zu.

Also fängt auch das Frühjahr erst viel später an – wo in westlichen Regionen Deutschlands schon die Narzissen und Forsythien längst verblüht sind, sind sie hier gerade erst richtig im Gange und die Tulpen habengerade ihre Köpfe gereckt.

Dazu passen die Impressionen aus der Heimat, die unsere Sascha aus Wehlau/Snamensk so wunderbar fotografisch einfängt. Schauen Sie sich das späte Auftauen an Pregel und Alle gerne hier an. Spätes Frühjahr, kurzer Sommer, und dennoch hervorragende Ernten dank der guten Heimaterde. Zeigen Sie es gerne Ihren Eltern, Schwiegereltern und Großeltern, sie werden es bestätigen!

Heimatliche Grüße, Margot Löwe